Archiv für den Monat September 2011

Wallefelder Höhle verschlossen

Die Wallefelder Höhle ist inzwischen mit einem Höhlenschutztor verschlossen worden.

Die Wallefelder Höhle steht nach dem „Natura 2000“ Programm der EU unter besonderem Schutz und gilt unter Biologen als bedeutenstes Feldermaus-Winterquatier im Bergischen Land und auch darüber hinaus. Großes Mausohr, Teichfledermaus, Wasserfledermaus, Kleine Bartfledermaus, Fransenfledermaus, Zwergfledermaus und Braunes Langohr nutzen die höhle ab ca Mitte September als Winterquatier.

Sie Höhle wurde bereits 2009 von Schülern der Hauptschule Ründeroth gereinigt. Seit dem Frühjahr 2011 hat der Arbeitskreis Kluterthöhle noch viele weitere Fuhren Abfall aus der Höhle entfernt. Da die Höhle immer weider als „Party Höhle“ gebraucht wird und durch immer wieder vorkommende offene Feuerstellen akute Lebensgefahr für die Fledermüse besteht, hat sich die Stadt Engelskirchen entschlossen, die Höhle noch vor der „Fledermaussaison“ verschliessen zu lassen.

Die Höhle wurde auch die letzten Jahre immer wieder zum Verstecken von Diebesgut verwendet. So soll die Polizei sogar mehrfach ganze Motorräder in der Höhle gefunden haben.

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Dazu kommt, dass es durch Strassenbauarbeiten unterhalb in der unmittelbaren Umgebung der Höhle zu einem massiven Hangrutsch gekommen ist und die gesammte Umgebung instabil ist.

18 September: Führung zum Tag des Geotops

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Am 18 September fand der „Tag des Geotops“ statt. Im Auftrag der Stadt Wuppertal sollte der Arbeitskreis Klutherthöhle eine Führung durch die „untere Hardhöhle“ organisieren. Dabei wirde davon ausgegangen, dass aus Sicherheits- und Höhlenschutzgründen eine Gruppe von höchstens 20Persohnen geführt werden könne.

Einige wochen vor dem Termin gab es bereits 200 Anmeldungen, am 18. September waren es dann über 400 PErsonen, die teilnehmen wollten. Der Arbeitskreis konnte 4 Führungen ermöglichen und so 80 Bürgern die Gelegenheit geben, die Hardthöhle zu besichtigen.

Umweltschutzaktion

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Den August/September haben wir genutzt, um einen Teil der vom Verein betreuten Höhlen zu „pflegen“. Das bedeutet vor allem, kübelweise Unrat und Scherben aus den Höhlen zu schaffen.

Es ist immer wieder erstaunlich, mit wie viel Mühe Mitmenschen abfälle aller Art durch ein 15 cm grosses Fledermausloch stopfen. Insbesondere schaufelweise Flaschenscherben ganiert mit ein Paar Spritzen von Junkies, lassen bei jedem Höhlenforscher Sehnsucht nach einem schön slammigen Schluff statt dieser Sauerrei aufkommen.

Bunkerforschung

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Diverse vom Arbeitskreis bereute Höhlen wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zu Luftschutzräumen umgebaut.  Den Sommer haben wir genutzt, um eine etwas umfangreichere Besichtigung durchzuführen.

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Bemerkenswert war ein sicher 1.6m langer Stalagmit, der innerhalb der letzten zwei Jahre entstanden sein muss. Leider haben wohl die Luftverwirbelungen und Temperaturschwankungen unserr Befahrung dazu geführt, dsas er einige Minuten nach unserem Eintreffen zu bonden stürzte und in tausend Stücke zersprang.

Mal wieder ein Beleg, dass „schon singuläre befahrungen zu irreperabelen Schäden führen“ können.