Archiv für den Monat Oktober 2012

Neues von der Selbecker Quellhöhle

Vor ein paar Tagen war bei den weiteren Bauarbeiten ein H??hlengang
angeschnitten worden.
Heute stand die Baustelle extra f??r uns weitgehend still, damit wir das
weiter untersuchen konnten.

 

Der gesamte Wasseraustritt konzentriert sich mittlerweile auf diese eine
Stelle, w??hrend er vor deren Anschnitt noch eher diffus ??ber mehrere Meter
verteilt war. Das Problem war nur, dass der Gang zwar wohl ca. 80cm breit
und 50cm hoch, aber leider auch bis auf die oberen 20cm verlehmt war.

 

Unser Plan war nun, mit einem C-Rohr und ganz viel Wasserdruck den Lehm zu
verfl??ssigen, um weiter in den Berg eindringen zu k??nnen.
Das hat auch wunderbar geklappt. Einzelne Steine und Ger??ll haben wir so
oder mit einem Schlitten herausgeholt. Pro Stunde konnten wir auf die Art
etwa 2-3m vordringen.

 

Der Gang war gr????er als erwartet: 1,2-1,5m breit und 50-70cm hoch. Nach etwa
6m erreichten wir an einer Gangabzweigung einen etwa 2m hohen Schlot. Leider
war es dann aber auch schnell zu Ende. Geradeaus war eine Gangwand abgekippt
und versperrt den weiteren Weg. Und das ??ffnen der Abzweigung ist auch nicht
wirklich aussichtsreich. Schade.

 

Wir haben dann noch den Gang vermessen und ein paar Fotos gemacht.

 

Auf Grund der Wichtigkeit dieser wohl gr????ten Karstquelle in Hagen, bleibt
die H??hle erhalten. Ein Schacht sowie Rohre, die bis in das Bachbett f??hren,
werden f??r einen kontrollierten Abfluss des ankommenden Wassers sorgen.

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Selbecker Quellhöhle, Baustelle

Bei den aktuell stattfindenden Bauarbeiten wurde die Selbecker Quellhöhle weitgehend beseitigt. Das ändert natürlich nichts an der austretenden Wassermenge, die jetzt mitten in der Baustelle sprudelt.

Am Mittwoch den 10.10.2012 fand im Rahmen einer Baustellenbesichtigung durch Mitglieder des AKKH eine „Notgrabung“ statt, um den aktuellen Stand aufzunehmen:

– Von der ehemaligen Höhle sind nur noch Teile der Rückwand zu sehen, der Rest wurde weggebaggert.

– Bei Ankunft war starker Wasseraustritt festzustellen, hauptsächlich an zwei Stellen unter der eingezogenen Spundwand.

– Die von den Bauarbeitern freundlicherweise zur Verfügung gestellte Pumpe hat eine Grabung an den Wasseraustrittstellen ermöglicht. Während der Grabung konzentrierte sich der Wasseraustritt vollständig auf die tiefste Grabungsstelle, der Rest fiel trocken.

– Bei abgepumptem Wasserspiegel war über dem Wasseraustritt eine leichte Nebelbildung, vermutlich durch aus der Höhle austretende Luft zu erkennen.

– Tauchversuche scheiterten an der zu geringen Ganghöhe von etwa 20cm.

– Es gelang eine Videokamera ca. 50-70cm in den bestehenden Gang zu schieben. Dabei ist eine Gangfortsetzung erkennbar, allerdings weiterhin extrem flach und eng.

– Im Rahmen der Bauarbeiten wird die aktuelle Wand weiter weggebaggert werden, etwa in Richtung des wasserführenden Gangs. Es ist daher vorstellbar, dass größere Hohlräume geöffnet werden. Dafür spricht auch, dass bei der Bohrung für den nächsten Pfosten der Spundwand der Bohrer in einem Hohlraum ca. 50cm abgesackt und stecken geblieben ist.

– Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit und der geplanten weiteren Bauarbeiten wurde der Einsatz gegen 22:20 beendet und die Pumpe abgestellt. Bei der letzten Videoaufnahme um 23:00 war die Grabungsstelle schon wieder komplett geflutet und lief in das ca. 1m höherliegende Bachbett ab. Die Baustellenpumpe war wirklich beeindruckend.

Die Lage an der ehemaligen Selbecker Quellhöhle bleibt also sehr interessant!

Ein kurzes (3 min) Video zur „Notgrabung“ vom 10.10.2012, 20:00 bis 23:00 Uhr findet sich unter:

Erdfall in Gummersbach

Nachdem im Juli ein Rentner beim Rasenmähen spektakulär in seinem Garten in einen Erdfall gestürzt war, hat der Arbeitskreis Kluterthöhle im September mit der Sicherung des Erdfalls und der Suche nach einer möglichen Höhle begonnen. Die Hoffnung auf einen schnellen Erfolg erfüllte sich leider nicht, so dass zur Sicherung mittlerweile eine Betonplatte gegossen und Schachtringe gesetzt wurden. Die starken Regenfälle der letzten Tage behinderten die weiteren Arbeiten an diesem Wochenende beträchtlich und verhinderten eine endgültige Stabilisierung von Betonplatte und Schacht sowie den weiteren Vorstoß in Richtung Gestein. Es bleibt spannend und wir werden weiter berichten.

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