Archiv für den Monat März 2015

Vollversammlung wählt Vorstand des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V.

Schon traditionell gut besucht sind die Jahreshauptversammlungen des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V. – dies war auch in diesem Jahr wieder der Fall. Der Vorsitzende Stefan Voigt informierte im Tätigkeitsbericht über die umfangreichen Aktivitäten der Vereinsmitglieder im zurückliegenden Jahr. Auch der Ausblick auf 2015 lässt wieder spannende und arbeitsreiche Projekte erwarten.

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Mit lang anhaltendem Applaus honorierten die Mitglieder den über 20 Jahre währenden Einsatz von Inge als stellvertretende Vorsitzende.

Diesmal standen auch Vorstandswahlen auf der Agenda. Nach 20 Jahren im Vorstand als stellvertretende Vorsitzende hatte sich Inge Friedl entschlossen, nicht wieder zu kandidieren. Stefan Voigt dankte Inge für den langjährigen und erfolgreichen Einsatz für den Verein.

Aufgrund des starken Anstiegs der Mitgliederzahl auf 93 erfolgte erstmals auch die Wahl eines dritten Beisitzers für den erweiterten Vorstand.

Folgende Mitglieder wurden gewählt: Vorsitzender Stefan Voigt, Stellvertretender Vorsitzender Ulrich Brämer, Kassierer Josef Ollmert, Beisitzer Christian Hülsbusch, Lothar Kruse und Detlef Wegener, Kassenprüfer Andreas Nau und Stephan Schild

Einweihung der neuen LED-Beleuchtung in der Kluterthöhle

Bereits am 6. März fand die offizielle Eröffnung des ersten Teilstückes der neuen LED-Beleuchtung der Kluterthöhle im Bereich Irrgarten und Korallenstraße mit den nun wieder sichtbaren Fossilien statt. Zu den Rednern gehörten dem Anlass angemessen der Ennepetaler Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, der stellvertretende Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises Walter Faupel, Dr. Stefan Henscheid vom Geologischen Dienst NRW und natürlich der Vorsitzende des gemeinnützigen Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. (AKKH) Stefan Voigt.

Die nachfolgende Bilderreihe der Veranstaltung wurde von unserem Mitglied Günter Lintl erstellt:

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Wupperputz und neue Höhlenmeter im Hardtstollen

Am Samstag, den 21. März, waren die Wuppertaler zum jährlichen „Wupperputz“ aufgerufen und auch der gemeinnützige Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. beteiligte sich durch Sammlung von Müll am Hardtufer und in dem dortigen Hardtstollen. Der Hardtstollen ist über Jahrzehnte nicht entmüllt worden, so dass einiges zusammen kam. Auch am Grünstreifen des Hardtufers wurde gesammelt. Dort wurden reihenweise ausgediente Elektrogeräte wie etwa alte Computermonitiore gefunden.

Ein Video zum „Wupperputz“ der Höhlenforscher ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=OXaA4zqIsSE

Um den Müll zur nähstgelegenen Sammelstelle zu bringen, hatte die Firma Galabau Voigt GmbH aus Ennepetal ein LKW zur Verfügung gestellt.

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Bis aus Aachen und dem Rhein-Sieg-Kreis kamen bei typisch wuppertaler Wetter Mitglieder des AKKH zum Wupperputz.

Als die vielen freiwilligen Helfer entlang der Wupper bei der „Putzparty“ oder schon zuhause waren, gingen die Höhlenforscher auf Suche nach Höhlen-Neuland im Stollen wieder ihrer eigentlichen Leidenschaft nach. Dazu wurde der Metallverbau im Bereich der Kalksteinschicht und die dahinter liegende Gesteins- und Lehmverfüllung entfernt.

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Nur mit Vorsicht kann der Metallverbau einzeln entfernt werden.

Hinter dem Verbau kam ein größerer natürlicher Hohlraum zum Vorschein, der sich durch schmale Gänge in verschiedene Richtungen fortsetzt. Insgesamt konnten ca. 8 Meter Neuland befahren werden und ein Höhlengang ist bereits auf ca. 10 Metern einzusehen. Dieser muss für weitere Befahrungen noch von Lehm bereit werden. Spannende Neuentdeckungen sind auch zukünftig im Hardtberg zu erwarten.

Die tiefe Hardthöhle im Hardtstollen

Das Hardthöhlensystem in Wuppertal-Barmen bestehend aus der oberen, unteren und untersten Hardthöhle ist mit einer Gesamtlänge von über 4 km die längste Höhle des Rheinlandes und wird seit Jahren vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. (AKKH) betreut. Der Hardtberg bietet jedoch auch weitere Besonderheiten wie den Hardtstollen am Wupperufer. Zu Zeiten des „Kalten Krieges“ wurde dieser Stollen tief in den Berg getrieben, um dort ein Kavernenkraftwerk zu errichten, das jedoch nie realisiert wurde. Beim Vortrieb wurde nicht nur der für die Honseler Schichten typische Schiefer, sondern auch Kalkstein durchfahren. Schon länger ist bekannt, dass dabei eine Kleinhöhle – die tiefe Hardthöhle – angeschnitten wurde.

Erst kürzlich wurde durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Wuppertaler Stadtwerken, der Stadt Wuppertal und dem AKKH die Betreuung des Hardtstollens auf die Höhlenforscher übertragen. Kaum war die Tinte unter dem Vertrag getrocknet, erfolgte bereits der erste Arbeitseinsatz, bei dem auch damit begonnen wurde, die tiefe Hardthöhle und weitere aussichtsreiche Stellen freizulegen.

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Die tiefe Hardthöhle befindet sich hinter dem Ausbau des Stollens und muss erst freigelegt werden.

In den nächsten Wochen und Monaten dürften noch weitere Befahrungen erforderlich sein, um dem Stollen seine speläologischen Geheimnisse zu entlocken.

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Die meisten Wände sind mit Bohrstaub bedeckt. Doch an einzelnen Stellen sind bereits sehr gut erhaltene Fossilien zu sehen.

Kluterthöhle – Wiederentdeckung der Fossilien

Der Kluterthöhle wurde ihr Tropfsteinschmuck durch die Jahrhunderte fast völlig geraubt. Die vielen Fossilien sind dagegen zum großen Teil erhalten geblieben. Im Zuge der Installation einer neuen LED-Beleuchtung sind nun auch Staub und Schmutz entfernt worden und selbst die Experten staunen über Anzahl und Vielfalt der Fossilien des oberen Mitteldevons. Am Freitag, den 6. März findet die offizielle Eröffung des ersten Teilstückes im neuen Glanze statt und ab dem nächsten Samstag verlaufen dort auch wieder Führungen.

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Auch Fossilien sind wie hier in der linken Bildmitte vereinzelt herausgebrochen worden.
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In der Totalen ist der Fossilienreichtum gut zu erkennen.

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