Die tiefe Hardthöhle im Hardtstollen

Das Hardthöhlensystem in Wuppertal-Barmen bestehend aus der oberen, unteren und untersten Hardthöhle ist mit einer Gesamtlänge von über 4 km die längste Höhle des Rheinlandes und wird seit Jahren vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. (AKKH) betreut. Der Hardtberg bietet jedoch auch weitere Besonderheiten wie den Hardtstollen am Wupperufer. Zu Zeiten des „Kalten Krieges“ wurde dieser Stollen tief in den Berg getrieben, um dort ein Kavernenkraftwerk zu errichten, das jedoch nie realisiert wurde. Beim Vortrieb wurde nicht nur der für die Honseler Schichten typische Schiefer, sondern auch Kalkstein durchfahren. Schon länger ist bekannt, dass dabei eine Kleinhöhle – die tiefe Hardthöhle – angeschnitten wurde.

Erst kürzlich wurde durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Wuppertaler Stadtwerken, der Stadt Wuppertal und dem AKKH die Betreuung des Hardtstollens auf die Höhlenforscher übertragen. Kaum war die Tinte unter dem Vertrag getrocknet, erfolgte bereits der erste Arbeitseinsatz, bei dem auch damit begonnen wurde, die tiefe Hardthöhle und weitere aussichtsreiche Stellen freizulegen.

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Die tiefe Hardthöhle befindet sich hinter dem Ausbau des Stollens und muss erst freigelegt werden.

In den nächsten Wochen und Monaten dürften noch weitere Befahrungen erforderlich sein, um dem Stollen seine speläologischen Geheimnisse zu entlocken.

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Die meisten Wände sind mit Bohrstaub bedeckt. Doch an einzelnen Stellen sind bereits sehr gut erhaltene Fossilien zu sehen.

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