Rekordbesuch beim Tag des Geotops

Der schon traditionell am wuppertaler Hardtberg stattfindende Tag des Geotops hielt diesmal für die Besucher eine Besonderheit bereit: Zum ersten Mal konnte der Hardtstollen mit seiner großen Kaverne zugänglich gemacht werden. So war es kaum verwunderlich, dass die Anmeldungen die Anzahl der freien Plätze schnell überstieg. Kurzfristig wurden die Gruppen vergrößert und die Anzahl der Führungen von 7 auf 9 erhöht, so dass über 200 Besucher durch den Stollen geführt werden konnten.

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Mit Informationen von Hubert Nobis von der Stadt Wuppertal startete an einem geologischen Ausschluss über der oberen Hardthöhle für alle Gruppen der Tag des Geotops. Foto: W. Sontowski

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Umweltressort der Stadt Wuppertal und dem Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. hat sich auch in diesem Jahr bewährt und fortgesetzt.

Für die Teilnehmer waren einige Höhenmeter zwischen dem Hardtberg und dem Stolleneingang auf Wupperebene zu bewältigen. Anschließend ging es in die wuppertaler Unterwelt.

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Am „Herz der Hardt“ kann im Hardtstollen eindrucksvoll die Gesteinsfaltung betrachtet werden. Foto: W. Sontowski

In der Hardtkaverne sollte Ende der neunzehnhundertsechziger Jahre ein Spitzenlastkraftwerk eingesetzt werden, dass auch im Kriegsfall eine Stromversorgung sicherstellen sollte. Das Projekt wurde nicht vollendet.

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Von der großen Kaverne aus ist zu sehen, wo die Abgasanlage hinauf zum Bismarckturm geführt werden sollte. Foto: W. Sontowski

Der halbfertige Hardtstollen ist somit für alle geologisch Interessierten ein Glücksfall, und hält noch eine weitere Besonderheit bereit: Auf etwa 200 Metern Stollenlänge wurde die „Tiefe Hardthöhle“ angeschnitten.  Erst seit März 2015 wird vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. die Höhle erforscht, und der bekannte Teil hat sich dabei von 5 auf über 100 Meter verlängert.

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Multimedia im Stollen. Foto: W. Sontowski

Da die „Tiefe Hardthöhle“ für Befahrungen durch Besucher ungeeignet ist, wurden extra ein Video und eine Animation erstellt und über einen Beamer auf eine Leinwand projiziert. Somit konnten die Teilnehmer einen guten Eindruck über die Forschungsaktivitäten und den derzeitigen Stand der Exploration gewinnen. Wer den Film noch nicht gesehen hat oder noch einmal sehen möchte, hat hier die Gelegenheit: https://www.youtube.com/watch?v=mEzVxjxOmeI

Der Arbeitskreis Kluterthöhle dankt allen Teilnehmern und Helfern, die wieder zu einem gelungenen Tag des Geotops beigetragen haben.

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