Neuentdeckung in Kierspe

Wenn sich in den Karstgebieten des Bergischen Landes oder des westlichen Sauerlandes mal wieder irgendwo die Erde auftut, wird meist der bekannte Ennepetaler Höhlenforscher Stefan Voigt um Rat gefragt. So auch in der letzten Woche, als auf einer Baustelle in Kierspe (Märkischer Kreis) ein Erdfall den Blick in den Untergrund freigab. Eine von oben sichtbare abzweigende Öffnung machte direkt Hoffnung auf mehr. Am Donnerstag gelang es Stefan und weiteren Höhlenforschern des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V. nach kurzem Einsatz in die neue Höhle vorzudringen. Schnell wurde klar, dass es sich um eine labyrinthische, ausgedehnte Höhle mit mehr als hundert Metern Ganglänge und weiteren Fortsetzungen handelt.

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Herrliche Profile, Fossilien und Lehmformen .Foto: A. Kolarik
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Auch schöne Tropfsteine und weitere Versinterungen sind in der Höhle zu finden. Foto: A. Kolarik

Genauso wichtig wie die Entdeckung einer Höhle ist deren Erhalt und Sicherung, so dass bereits zwei Tage später ein dauerhafter Zugang zur „Wildenkuhle“, wie die Höhle von ihrem Entdecker genannt wurde, hergestellt werden konnte. Somit kann die Wildenkuhle zukünftig weiter erforscht werden und dauerhaft erhalten bleiben.

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Da der natürliche Eingang zur Höhle unterhalb der Geländeoberfläche liegt, musste ein Zugangsschacht hergestellt werden. Foto: J. Wegener
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Das genaue Setzen der Schachtringe bleibt „Chefsache“. Foto: J.Wegener
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Die Schachtringe sind auf dem Fels mit einer Betonblombe umschlossen. Foto: J.Wegener
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Ein „Ennepetaler Höhlentor“ gewährleistet den sicheren Abschluß des Eingangsschachtes. Foto: S.Voigt

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