Neuentdeckung und Umweltschutz in Wuppertal

Der Umwelt- und Naturschutz genießt bei den Höhlenforschern einen hohen Stellenwert. Dass dies gut mit der größten Leidenschaft – der Suche nach neuen Höhlen – zusammenpasst, konnten die Mitglieder des AKKH am letzten Samstag wieder beweisen. Am Fuße eines unter Naturschutz stehenenden, alten Kalksteinbruches im Wuppertaler Stadtteil Rittershausen erfolgte durch großes Engagement zahlreicher Mitglieder die Entmüllung und Renaturisierung des Geländes. Hier war es in zurückliegenden Jahrzehnten zu „wilden Besiedlungen“ und der Entsorgung von Müll gekommen.

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Auch vor der Ziegenhöhle war der Müll verteilt. Foto: M. Herrmann

In der Ziegenhöhle (der bislang einzigen dort bekannten Höhle) hatte bereits am Freitag im Rahmen eines aus Naturschutzmitteln finanzierten Projektes, eine Firma die Säuberung und Sicherung sowie den Einbau eines Höhlentors übernommen.

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Blick aus der Ziegenhöhle durch das offene Höhlentor. Foto: U. Brämer

In zwei bereitgestellten Containern wurde durch die AKKH-Mitglieder der gesammelte Müll entsorgt. Am Ende des Tages waren die 17 m³ Inhalt voll gefüllt mit Abfällen aller Art.

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Viel Handarbeit war nötig, … Foto: G. Lintl
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… um 17 m³ Müll in die Container zu füllen. Foto: U. Brämer

Einem alten Bericht zufolge sollte eine weitere Höhle am Felshang existieren. Somit wurde die Durchforstung der Sedimente nach Abfällen mit der Höhlensuche verbunden. Der zur Verfügung stehende Bagger lieferte dabei wertvolle Dienste.

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Und plötzlich tut sich die Erde auf. Foto: U. Brämer

Tatsächlich konnte schließlich einige Meter südlich der Ziegenhöhle in der selben Schichtfuge der Zugang zu einer weiteren Höhle freigelegt werden.

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Die Höhlenforscher warten gespannt darauf, … Foto: U. Brämer
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… dass der „Indiana Jones des Sauerlandes“ den Weg in die Höhle ebnet. Foto: A. Nau

Neben eines schmalen Ganges in Kluftrichtung verläuft auch in dieser Höhle etwa rechtwinkelig dazu ein Höhlengang in der Schichtfuge. Derzeit hat die Höhle eine Länge von ca. 10 m und muss noch weiter erforscht werden. Dabei ist jetzt schon klar, dass die Neuentdeckung eigentlich eine Wiederentdeckung ist. Denn eine alte Abwasserleitung, welche vermutlich Niederschlagswasser ableiten sollte, reichte bis in die Höhle hinein.

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Blick in den Schichtfugengang. Foto. M. Herrmann

 

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