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Höhlenaufbruch

P71

Nach einiger Zeit relativer Ruhe wurde erneut eine Höhle in Enneppetal aufgebrochen. Wie so oft sind erhebliche Schäden entstanden, so dass das Höhlenschutztor nocht ohne erhebliche Sanierungsarbeiten wieder eingesetzt werden kann.

Das bedeutet für einen gemmeinnützigen verein, wie den Arbeitskreis Klutherthöhle erhebliche Arbeit und kosten. Beute der Vandalen: einige Meter schlammige Dunkelheit.

Wer Eindrücke von den Höhlen hautnah bekommen will, der sollte eine „Abenteuer Führung“ in einer der umliegenden schauhöhlen machen, oder den Arbeitskreis Klutherthöhle bei einem seiner Forschungstage begleiten, anstatt uns viel Arbeit und sich selber einen Verstoss gegen Straf- und Naturschutzgesetze sowie eine knackige Schadensersatzforderung ans Bein zu binden!

Fotos Ebbinghauser Höhle

Entdeckung: Entdeckt haben wir die Ebbinghauser Höhle Anfang 2009 bei einer unserer Routinekontrollen einer Ennepetaler Baustelle. In einer Ecke der Baugrube fand sich dieses nur gut 30cm breite Loch. Nach Einigung mit der Stadt und dem Bauträger gruben wir uns dann mühsam durch den fast flüssigen Schlamm vor und stießen zum Glück schon nach etwa 10m auf offene Gänge. Mittlerweile ist der Zugang massiv abgemauert und mit einem Stahltor verschlossen.

Eh-entdeckung

Vermessung: Vermessung in der Ebbinghauser Höhle. In einer solch „großen Halle“ ist das noch relativ einfach. In vielen engeren Teilen wird es aber sehr problematisch. Kein Platz um den Kompass abzulesen, das Maßband klebt im Schlamm, die Schnur passt nicht vorbei, … So schafft man in einer Tour nur 20-30m. Trotz der teils extremen Umstände zeigen die Rundzüge dann aber doch eine erstaunlich hohe erreichte Genauigkeit.

Eh-vermessung

Knöpfchensinter: In einigen Bereichen bietet die Höhle sehr schöne Kleinformen, wie diesen Knöpfchensinter. An solchen Stellen muss man höllisch aufpassen, nicht alles zu verschmutzen.

Eh-knopf

Enge: Solche Gänge sind leider sehr häufig anzutreffen. Weite Bereiche der Höhle können nur von schlanken Personen erreicht werden. Für einige Stellen darf man auch keine zu langen Beine haben, weil man sonst nicht um die Ecken kommt.

Eh-stiefel

Pfeiler: An vielen Stellen sind zwischen den Gängen weite Bereiche so stark ausgelaugt, so dass nur noch dünne Pfeiler stehen geblieben sind. Manchmal kann man sich zunächst gar nicht entscheiden, ob es Gänge mit vielen Kreuzungen sind oder doch ein größerer, flacher Raum mit einzelnen Pfeilern. Ein genauerer Blick und spätestens die Vermessung zeigen aber eindeutig, dass es sich um eng nebeneinander liegende Gänge handelt.

Eh-pfeiler

Bachlauf: Ein Bachlauf darf natürlich auch nicht fehlen. Bei längerer Trockenzeit fließt kein Wasser. Zu anderen Zeiten dafür so viel, dass die tiefer gelegenen Teile der Höhle sogar volllaufen, weil der Abfluss nicht ausreicht.

Eh-bach

Profile: Viele der Gänge in der Ebbinghauser Höhle zeigen sehr schöne Laugprofile. Leider sind sie meist nicht höher als 40cm.

Eh-profil

Sinter: Es gibt aber auch einige sehr schöne Bereiche. Dort sind Gangstücke teils komplett versintert. Diese werden von uns nicht weiter befahren.

Zum Glück kann man diese Teile auf Grund des engmaschigen Gangnetzes meist umgehen (äh, umkriechen).

Eh-sinter

Diese Höhle kann man trotz einiger Highlights eigentlich nur gut finden, wenn man sie selbst entdeckt hat.

Eh-glueck

 

Plan: Der Plan der Ebbinghauser Höhle (Stand März 2010). Mittlerweile wurden im nordwestlichen Teil schon wieder etliche zig Meter Neuland gefunden. Und es geht noch weiter.
Eh-plan

Vermessung der Ebbinghauser Höhlen

Die Vermessung der Ebbinghauser Höhlen stellt sich als enorm schwierig heraus. Teilweise extrem schlammige Teile lassen die Ausrüstung schnell verdrecken. In den oft sehr engen und flachen Gängen und Räumen ist es an vielen Stellen nicht möglich, den Kompass abzulesen oder vernünftige Skizzen anzulegen.
Um auch unter diesen widrigen Umständen eine hohe Genauigkeit zu erzielen, muss man sich viel Zeit lassen. Pro Einsatz und Team können oft nur 20 oder 25 Meter vermessen werden.

Vermessung Ebbinghauser Höhle

Die Vermessung der Ebbinghauser Höhlen stellt sich als enorm schwierig heraus. Teilweise extrem schlammige Teile lassen die Ausrüstung schnell verdrecken. In den oft sehr engen und flachen Gängen und Räumen ist es an vielen Stellen nicht möglich, den Kompass abzulesen oder vernünftige Skizzen anzulegen.
Um auch unter diesen widrigen Umständen eine hohe Genauigkeit zu erzielen, muss man sich viel Zeit lassen. Pro Einsatz und Team können oft nur 20 oder 25 Meter vermessen werden.

Fortsetzungen in den Ebbinghauser Höhlen

In der Ebbinghauser Höhle 1 wurden einige zig Meter neu entdeckt. Hinter einem engen, verwinkelten Bereich stießen wir wieder auf größere Gänge. Weitere Fortsetzungen sind hier vorhanden.
Auch in der Ebbinghauser Höhle 2 konnten ca. 40m Neuland befahren werden. Hinter einem recht extremen Zustieg finden sich verhältnismäßig geräumige und teilweise stark versinterte Gänge.