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Tag des Geotops 2016 in der Hardtkaverne

Am letzten Wochenende – dem dritten im September –  fand der bundesweite Tag des Geotops statt. Wie bereits im letzten Jahr öffnete der gemeinnützige Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. wieder die Hardtkaverne für Besucher. Bei insgesamt 9 Führungen konnten ca. 190 Interessierte einen Einblick in den Hardtberg gewinnen.

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Direkt gegenüber dem Gerüst der Schwebebahn geht es in den Aufschlussstollen. Foto: M. Herrmann
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Für den Tag des Geotops wurde die Beleuchtung in Betrieb genommen. Foto. Wildfire
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In der großen Kaverne sollten ursprünglich Flugzeugturbinen zur Stromerzeugung aufgestellt werden. Foto: Wildfire
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Bis unter den Bismarckturm wurde die unterirdische Anlage gegraben. Foto: M. Herrmann

 

 

Mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. im Hardtberg

Zeitung, Radio, Dreharbeiten und der Tag des Geotops. In diesem Sommer herrscht ein reges Interesse am Hardtberg in Wuppertal und seinen Höhlen.

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Daniel Diekhans (links) unterwegs für die Westdeutsche Zeitung auch im Untergrund – hier in der Ziegenburghöhle I. Foto: U. Brämer / AKKH

Wie schon zu Anfang des Jahres besuchte ein Reporter der Westdeutschen Zeitung die Höhlenforscher auf der Elberfelder Seite der Hardt bei den Forschungsarbeiten an den Ziegenburghöhlen. Der Bericht erschien am 25.07.16 http://www.wz.de/lokales/wuppertal/viel-arbeit-fuer-die-hoehlenforscher-1.2237794

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Kerstin Zegay mit Radio Wuppertal Reporterin Saskia Schwedler in der unteren Hardthöhle. Foto: U. Brämer / AKKH

Im der Rahmen der Jubiläumsaktion „25 Wünsche“ von Radio Wuppertal konnte Kerstin Zegay die Teilnahme an einer Befahrung in die Untere Hardthöhle  ermöglicht werden.

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Detlef Wegener vom AKKH erklärt den Damen die Unterwelt. Foto: U. Brämer / AKKH

Ausschnitte aus der Reportage von Radio Wuppertal sind hier zu hören:

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Auch im Hardtstollen ist professionelle Aufnahme- und Beleuchtungstechnik eingesetzt worden. Foto: U. Brämer / AKKH

Im Hardtstollen drehten Filmstudenten der FH Dortmund Szenen für den Kurz-Spielfilm „La Grand Jeté“.

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Führung durch die große Kaverne. Foto: Marco Herrmann / AKKH

Bereits Anfang Juli konnten Führungen durch den Hardtstollen/die Hardtkaverne für Personen durchgeführt werden, die wegen der hohen Nachfrage im September 2015 nicht zum Zuge gekommen waren. Und schon jetzt bis zum 09.09.16 läuft der Kartenverkauf für den nächsten Tag des Geotops am Sonntag, den 18.09.16. Diesmal erfolgt der Kartenverkauf nur über http://www.wuppertal-live.de und die angeschlossenen Vorverkaufsstellen.

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Insgesamt 7 Führungen werden am Sonntag, den 18. September angeboten. Foto: Marco Herrmann / AKKH

Höhlenforscher putzen die Wupper

Wie schon im letzten Jahr waren die Höhlenforscher des AKKH wieder mit großer Begeisterung beim Wupperputz aktiv. Bei diesem Mal sammelten in Wuppertal sogar zwei Teams: Neben der Gruppe am Hardtufer tauchten einige Spezialisten im Beyenburger Stausee nach Müll. Dort konnten die Höhlentaucher viele Hinterlassenschaften vom Grund des Sees bergen.

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Viele große und kleine Fundstücke – aber bei weitem nicht alle – konnten vom Grund des Beyenburger Stausees geborgen werden. Foto: S. Krause

Am Hardtufer waren die Kletterfähigkeiten der Höhlenforscher gefragt. Immerhin geht es von der Straße einige Meter zur Wupper abwärts, so dass der Wupperverband diesen Uferbereich eigentlich nicht für das Sammeln vorgesehen hatte.

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Gut gesichert musste der Höhenunterschied zur Wupper überwunden werden. Foto: UB
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Nicht zufällig säubern die Höhlenforscher hier die Wupper, denn gegenüber geht es direkt durch den Hardtstollen in den Hardtberg. Foto: Marco Herrmann
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Auch das eine oder andere sonderliche Fundstück wurde aus der Wupper geholt. Foto: UB
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Gut ausgerüstet konnte es auch in direkt in die Wupper gehen.   Foto: UB
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Willkommene Erfrischungen lieferte mycocktail-taxi.  Foto: UB
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Auch auf der Hangseite des Hardtufers wurde reichlich Müll eingesammelt. Foto: UB
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Durch Unterstützung der Voigt GmbH konnte letztlich eine ganze LKW-Ladung zum Müllsammelpunkt gebracht werden. Foto: UB

Mit dem Wupperputz war der Tag jedoch noch nicht beendet. Denn noch sind den Ziegenburghöhlen im Hardtberg Geheimnisse und Neuland zu entlocken.

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Vom Wasser in den Lehm. Als Höhlenforscher braucht man einen langen Atem. Foto:UB

Rekordbesuch beim Tag des Geotops

Der schon traditionell am wuppertaler Hardtberg stattfindende Tag des Geotops hielt diesmal für die Besucher eine Besonderheit bereit: Zum ersten Mal konnte der Hardtstollen mit seiner großen Kaverne zugänglich gemacht werden. So war es kaum verwunderlich, dass die Anmeldungen die Anzahl der freien Plätze schnell überstieg. Kurzfristig wurden die Gruppen vergrößert und die Anzahl der Führungen von 7 auf 9 erhöht, so dass über 200 Besucher durch den Stollen geführt werden konnten.

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Mit Informationen von Hubert Nobis von der Stadt Wuppertal startete an einem geologischen Ausschluss über der oberen Hardthöhle für alle Gruppen der Tag des Geotops. Foto: W. Sontowski

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Umweltressort der Stadt Wuppertal und dem Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. hat sich auch in diesem Jahr bewährt und fortgesetzt.

Für die Teilnehmer waren einige Höhenmeter zwischen dem Hardtberg und dem Stolleneingang auf Wupperebene zu bewältigen. Anschließend ging es in die wuppertaler Unterwelt.

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Am „Herz der Hardt“ kann im Hardtstollen eindrucksvoll die Gesteinsfaltung betrachtet werden. Foto: W. Sontowski

In der Hardtkaverne sollte Ende der neunzehnhundertsechziger Jahre ein Spitzenlastkraftwerk eingesetzt werden, dass auch im Kriegsfall eine Stromversorgung sicherstellen sollte. Das Projekt wurde nicht vollendet.

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Von der großen Kaverne aus ist zu sehen, wo die Abgasanlage hinauf zum Bismarckturm geführt werden sollte. Foto: W. Sontowski

Der halbfertige Hardtstollen ist somit für alle geologisch Interessierten ein Glücksfall, und hält noch eine weitere Besonderheit bereit: Auf etwa 200 Metern Stollenlänge wurde die „Tiefe Hardthöhle“ angeschnitten.  Erst seit März 2015 wird vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. die Höhle erforscht, und der bekannte Teil hat sich dabei von 5 auf über 100 Meter verlängert.

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Multimedia im Stollen. Foto: W. Sontowski

Da die „Tiefe Hardthöhle“ für Befahrungen durch Besucher ungeeignet ist, wurden extra ein Video und eine Animation erstellt und über einen Beamer auf eine Leinwand projiziert. Somit konnten die Teilnehmer einen guten Eindruck über die Forschungsaktivitäten und den derzeitigen Stand der Exploration gewinnen. Wer den Film noch nicht gesehen hat oder noch einmal sehen möchte, hat hier die Gelegenheit: https://www.youtube.com/watch?v=mEzVxjxOmeI

Der Arbeitskreis Kluterthöhle dankt allen Teilnehmern und Helfern, die wieder zu einem gelungenen Tag des Geotops beigetragen haben.

Hardtkaverne zum Tag des Geotops 2015

Bereits seit mehreren Jahren finden in Wuppertal zum Tag des Geotops Führungen auf dem Hardtberg und in den Hardthöhlen statt.  In diesem Jahr wartet eine besondere Attraktion auf die Besucher, denn zum ersten Mal wird der Hardtstollen mit der Hardtkaverne zugänglich gemacht. Stollen und Kaverne sind ein unfertiges Relikt aus dem kalten Krieg und für uns heute ein Glücksfall, denn sie erlauben einen ungeschminkten Blick auf die Geologie des Hardtberges mit seinen unterschiedlichen Gesteinsschichten.

Hardtstollen, Wuppertal, AKKH

Kurz vor dem Ende des mehr als 200 m in den Berg getriebenen Stollens ist die „Tiefe Hardthöhle“ angeschnitten worden. Erst seit diesem Jahr kann sie intensiver erforscht werden und wuchs von anfänglich 5 m auf mehr als 100 m Ganglänge an. Die Höhlenforscher des AKKH werden über den aktuellen Stand der laufenden Forschungsaktivitäten in der für die Besucher unzugänglichen Höhle berichten.

Wer sich die Veranstaltung nicht entgehen lassen will, sollte sich zügig anmelden, denn die Kapazitäten sind begrenzt. Die Anmeldung erfolgt nur über die Stadt Wuppertal. Die Ausschreibung ist hier zu finden:  http://www.dgg.de/geotop/front_content.php?idart=287&anzeigen_id=3023&geotopdb_goto=results und hier: https://www.wuppertal.de/rathaus-buergerservice/umweltschutz/umwelt_meldungen/102370100000424065.php

 

Im Westen was neues – Fortsetzung in der Tiefen Hardthöhle

Eine Höhlenbefahrung bei sommerlichen Temperaturen liefert nicht nur ein angenehme Abkühlung, sondern ist auch eine gute Gelegenheit, die durch die hohe Temperaturdifferenz verstärkte Bewetterung zu nutzen, um nach Neuland zu suchen. So wurde an diesem Wochenende am Ende des Westgangs in der Tiefen Hardthöhle an einer spürbar luftführenden Stelle gegraben. Früher als erwartet, konnte ein dort vorhandener Lehmpfropfen entfernt und weiter vorgedrungen werden. Vom Hauptgang geht fast rechtwinkelig  ein weiterer Gang ab, aus dem die Luft strömt. Beide Gänge sind jedoch sehr schmal, so dass das weitere Vordringen mühsam werden wird. Ein Video von „ganz vorne“ zeigt Einblick in das Neuland.

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Voller Einsatz im Schatten der Schwebebahn – In den neu gefundenen Gängen ist der Lehm zwar trocken, doch der Weg dorthin wird von feuchtem Lehm dominiert, wie unschwer zu erkennen ist.

Tiefe Hardthöhle – Westgang Teil 2

Am letzten Samstag teilten sich die Aktivitäten der Höhlenforscher des AKKH auf den Zwergenschacht in Ennepetal und den Hardtstollen in Wuppertal auf. Dabei wurden im Hardtstollen Details der außergewöhlich gut erhaltenen Fossilien sowie die teils bizarren Laug- und Lehmformen fotografiert. Eine Auswahl ist hier aufgeführt. Wer genauer hin sieht, wird sicher einige interessante Details erkennen:

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Tiefe Hardthöhle – Einblick in den Westgang

Am letzten Samstag ist das weitere Vordringen in Neuland der Tiefen Hardthöhle zunächst ins Stocken geraten. Die vom Hardtstollen abgehenden beiden Hauptgänge lagen bis vor knapp 50 Jahren in der phreatischen Zone und sind nicht überraschend, vielfach mit nassem Lehm belegt.  So ist nicht nur die Lehmförderung, sondern auch das Vermessen und Fotografieren mühsam.

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Der „alte“ Teil der Tiefen Hardthöhle führt in den Westgang über eine enge senkrechte Zugangsröhre, die aufwärts nur sehr schwer befahrbar ist, abwärts als „Rutsche“ aber Spass macht. Foto: AKKH
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Etwas einfacher befahrbar ist der Einstiegsschluf direkt in den Westgang im Firstbereich des Hardtstollens. Foto: AKKH
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Hinter dem Einstiegsschluf kreuzt der Hauptgang einen schmalen tiefen Gang, der zur Rutsche führt. Foto: AKKH
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Der Westgang öffnet sich und ist in diesem Teil nur im unteren Bereich mit Lehm gefüllt. Foto: AKKH
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Faszinierende Einblicke in ein etwa 385 Millionen Jahre altes Korallenriff und auf die von der Natur geschaffenen Korrosionsformen. Foto: AKKH
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Viele Details warten noch auf ihre Entdeckung und Dokumentation. Foto: AKKH

Stollenimpressionen aus dem Hardtberg

Die folgende Bilderserie vom 16. Mai 2015 dokumentiert die Forschungsarbeiten im Hardtstollen:

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Besonders schützenswerte Bereiche sind jetzt markiert und ein Wassertank aufgestellt.
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Lehm aus der Tiefen Hardthöhle…
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… ergießt sich in den Stollen.

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Ein Absetzbecken wird gebaut.
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Die elektrische Beleuchtung wird weiter hergerichtet …
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… und erreicht jetzt auch die Kaverne.